Clausbuster!

If there’s something strange
With your Datenschutz
Who ya gonna call?
Clausbuster!

Richtigerweise müsste es ja Vorstands-Buster heißen. Oder Vereins-Buster. Datenschutzsheriff…? Wurscht! Turbulente Tage durchleben die Führungskräfte des VfB Stuttgart dieser Tage. Der im Fokus stehende Präsident Claus Vogt könnte den Datenskandal jedoch auch als Chance sehen: Also, den Weiß-Roten Ecto-1893 aufgetankt,  den Endonen-Strahler auf den Rücken geschnallt, und ran an die bösen Geister, die im VfB ihr Unwesen treiben!

Doch um welche Geister geht es?
Nach dem Rücktritt des letzten Präsidenten, Wolfgang Dietrich, wurde viel versprochen: Änderung, Aufarbeitung, Umstrukturierung, Transparenz.
Viel bei herum gekommen ist bislang nicht.
Ich bin durchaus bekennender Fan von Thomas Hitzlsperger und Claus Vogt, ersterer reibt sich gefühlt aber intern an hundert verschiedenen Baustellen auf, während letzterer augenscheinlich bislang hauptsächlich den Grüß-Gott-Onkel spielen durfte.
Gerade die Rolle von Vogt steht für mich daher aber stellvertretend für die großen Probleme beim VfB, denn der Eindruck kommt auf, das gewisse Kreise beim VfB hofften ihr machthungriges Spiel nach dem Rücktritt Dietrichs weiterspielen zu dürfen. Schließlich ward der König geköpft, lang lebe der König, der Pöbel ist befriedigt und darf mit dem neuen König fleißig Kuchen fressen, oder so.
Das sich dies auch Vogt selbst anders vorgestellt hat, liest sich bislang bestenfalls zwischen den Zeilen, bezeichnend war aber vorallem der Verlauf der Aufklärung des Datenschutzskandals,
Nachdem der Twitter-Account @Verein1893(der derzeit gesperrt ist?) am 03.10. vorerst bekannt gab, das Claudia Maintok und Rainer Weninger in den vom VfB initiierten “Lenkungsausschuss” berufen wurden, gab der VfB nun auf der Website bekannt dass der Vereinsbeirat stattdessen von Dr. Marc Nicolai Schlecht vertreten wird. Gemunkelterweise sollen gewisse Personen daran interessiert gewesen sein, die bereits in der Vergangenheit beim VfB beschäftigten und Aufsichtsrats-nahen Maintok und Weninger als federführend einzusetzen. Ein Schelm, wer Böses vermutet.

Vorher:

…und nachher:

Generell könnte interessant sein, wer vom “alten” VfB denn derzeit noch in entscheidenden Positionen tätig ist, und evtl. vom Umgang mit den Daten gewusst haben könnte, bzw. nun daran interessiert sein könnte seine Stammtischkumpanen aus der Sache heraus zu boxen.
Besonders auffallend sind hier neben den offensichtlichen Oliver Schraft (“Mitglied der Geschäftsleitung”, Kommunikationschef des VfB) und Marketingleiter Uwe Fischer vorallem die Namen Rainer Mutschler (bis 2017 Marketinchef VfB), Stefan Heim (Vorstand Verwaltung, Finanzen & Operations) & Jochen Röttgermann (Vorstand Marketing), so wie langjährige Mitglieder des Aufsichtsrats wie z.B.  Wilfried Porth, die seit jeher ein enges Verhältnis zu Schraft und inoffiziellen “Loge” des VfB, dem Freundeskreis, pflegen. Dieser wieder hat über Seilschaften in alle Bereiche des Vereins jahrelang den Weg des VfB mitbestimmt, und auch dort könnte der ein oder andere “Mitwisser” sitzen.

Thomas Hitzlsperger und Claus Vogt haben nun die Chance, ihre Machtposition im Verein zu stärken und für transparente und professionelle Strukturen zu sorgen, insofern sie denn daran interessiert sind. Da es beim “Datenschutzskandal” um sensible Daten geht und der Fall wohl auch eine mindestens geringfügige strafrechtliche Relevanz haben dürfte, sind dem Führungs-Duo die Unterstützung der Öffentlichkeit, der Fans und der Mitglieder in großen Teilen gewiss.

Ich hoffe und drücke die Daumen, das sich die zuletzt frische Brise beim VfB in einen wütenden Orkan verwandelt der sämtliche zwielichtigen Altlasten aus dem Verein weht und endlich wieder Vertrauen in unseren VfB schafft.

Also, lieber Thomas, lieber Claus – zieht an einem Strang, und nur nicht die Strahlen kreuzen!

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